C. Keil schrieb am 17.04.2007 21:50 Uhr - | Kommentare: 2
Cataclysmic Abyss heißt das neuste Video von Foundation Skateboards. Das Team ist eher auf der rockigen Seite unterwegs und weite Hosen suchtman hier vergeblich. Dafür bekommt man genügend Lederjacken und Slip-Ons zu Gesicht. Musik und Schnitt passen sich da natürlich an und erzeugen so ein stimmiges Gesamt-Werk.
Den ersten Part hat Greenroom Member Don Nguyen. Er schmeißt sich gerne dicke Gaps mit dünnen Slip-On Schuhen runter. Ich persönlich steh ja nicht so sehr auf diese Art von Skating, die aussieht, als ob jede zweite Landung weh getan hat. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten und es gibt bestimmt auch viele Leute, die sich das gerne anschauen. Vor allem da das Skating wirklich hart ist.
Dann ist der noch relativ junge Angel Ramirez an der Reihe und zeigt, dass auch ein Kleiner einen Style wie ein ganz Großer haben kann.
Sehenswerter Part, vor allem der Backlip to Tailbash und dann direkt am selben Spot Backlip to Fakie mit Nosebash – sehr geil. Und seine Backside Smitgrinds auf Trannie sollte man sich auch nicht entgehen lassen.
Gareth Stehr, der verrückte Neuseeländer mit Mut zur Hässlichkeit, hat definitiv Spaß am Leben und seinem Skaten – so eröffnet er direkt einmal mit einem Ollie ein paar Stufen herunter, wobei er mit einem Hoola- Hoop Reifen seilspringt. Und beenden tut er das Ganze höchst ernsthaft mit einem Backside 50-50 an der Rowley- Ledge am Staples Center in LA.
Der stille Underground- Ripper Matt Allen ist als nächstes dran´und hat sein Board wirklich zu jeder Sekunde unter Kontrolle. In Verbindung mit einer guten Spot und Trickauswahl ergibt sich ein solider und sehenswerter Part.
Abdis Riveramacht auch sehr viele harte Tricks, kommt aber leider manchmal ein wenig nichtssagend daher. Außerdem sind die guten Tricks am Ende des Parts teilweise zu schnell geschnitten, man kann so schnell leider gar nicht alles richtig aufnehmen.
Der nächste ist mittlerweile mein Lieblingspart des Videos.Tommy Gurrola kommt mit wirklich kreativen Tricks und fast nur noch nicht gesehene Spots in Amerika im Gepäck. Er hat den Flow einfach im Blut und so macht es einfach Bock auf Skaten gehen, wenn man ihm zuschaut. Leider gibt’s am Ende auch wieder das Problem mit dem zu schnellen Schnitt bei den wirklich
guten Tricks. Und einer der härtesten Moves des Parts geht am Anfang unter, ein Switch Heelflip von einer hohen Laderampe in eine kleine, steile und kurze Bank. Aber trotzdem sehr sehenswert, und „Sultans of Swing“ von Dire Straits passt auch perfekt.
Skate Nerd Mike Ruscyk hat wie immer einen guten und vor allem abwechslungsreichen Part.
Corey Duffel ist der Sid Vicious des Skateboardings und man fragt sich, ob er mehr Gedanken in seine Garderobe oder die Tricks investiert. Was nicht heißen soll, dass Corey nicht rippt. Ganz im Gegenteil. Er übertrifft
sich mit seinen hammerharten Stunts mal wieder selbst und das ist ja schließlich das wichtigste an einem neuen Videopart.
Last but not least ist da noch Oberstyler Ethan Fowler. Ich
versuche gar nicht, seine flüssige Art zu Skaten mit Worten zu beschreiben, dass müsst ihr euch einfach selbst anschauen. Und genießen. Viel Spaß dabei.
Alles in allem ein Hardcore-Skatevideo, das auf jeden Fall sehenswert ist. Die einzigen Kritikpunkte sind an manchen Stellen das Filming
und der Schnitt. Teilweise schwenkt und zoomt die Kamera einfach zu schnell und die Tricks werden einem zum Ende des Parts nur so um die Ohren geballert. Allerdings ist das Feeling insgesamt immer ehrlich und es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Und in gewisser Weise ist das Skating ja auch wichtiger als Schnitt und Filming.
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