F.Braun schrieb am 07.08.2011 13:50 Uhr - Kommentare: 0
Die inzwischen zur Legende gewordene "Mutter aller Wüstenrockbands", die sich bereits 1995 auflöste, erfuhr 2009 eine jähe Auferstehung, als
Sänger John Garcia sich 2009 entschloss, mit dem Gitarristen Bruno Fevery und zwei weiteren Musikern für eine einmalige Tour „Garcia plays Kyuss” seiner ehemaligen Band Tribut zu zollen. Diese Idee wurde begeistert von den Fans aufgenommen. Mittlerweile sind auch die beiden Ursprungsmitglieder Nick Olivieri und Brant Bjork wieder mit von der Partie und machten am vergangenen Mittwoch Halt in Dortmund. Nachdem sich die elend lange Schlange aus wartenden Fans ins Innere des Clubs geschlängelt hatte betrat die Band gegen kurz nach 21 Uhr die Bühne.
Dass die Jungs nicht ganz einfach sind beweist die Tatsache, dass Nick Olivieri kurzfristig „verhindert“ war, aufgrund eines handfesten Ehestreits mit seiner Frau und der damit verbundenden Verhaftung im Juli. Als „Ersatz“ sprang kurzfristig Scott Reeder ein, der bereits Olivieris Nachfolger nach dessen Ausstieg in den 90ern war und für nicht wenige als der technisch anspruchsvollere Tieftöner gilt. Er überzeugte außerdem aufgrund der Tatsache, dass er 2 Stunden barfuß wie ein Derwisch seinen Bass beackerte und auch die hübschen Leuchtinlays waren sehr passend.
Der Sound war wie gewohnt sehr gut und man hatte direkt beim Opener „Spaceship Landing“ den Eindruck als würde die Band die Bühne direkt wieder verlassen wollen, um Richtung Himmel abzuheben. Die Stimmung im fast ausverkauften FZW war von Anfang bis Ende ausgelassen und das Publikum bedankte sich artig für jeden Hit, den Garcia und Co. perfekt inszeniert durch die Boxen walzten.
Die Band war noch nie dafür bekannt die ganz große Bühneshow abzuziehen, dennoch merkte man den Beteiligten den Spaß und die Spielfreude zweifelsohne an. Nach gut eineinhalb Stunden verließen die Vier die Bühne, um kurz danach „aufgefrischt“ die Zugabe einzuläuten. Die beiden Rausschmeißer „50 Million Years Trip (Downside Up)“ und „Green Machine“ vom Klassiker „Blues For The Red Sun“ beendeten gegen 23 Uhr ein außergewöhnlich gutes Konzert und nach zwei Stunden schweißtreibender Action blieb festzuhalten: Kyuss lives!
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