F.Braun schrieb am 11.02.2007 15:10 Uhr - Kommentare: 0
In der Kategorie "Kultbands" nehmen Rose Tattoo zu Recht seit Jahren einen der vordersten Plätze ein. Der rau geschmirgelte Bluesrock der Australier, das siedend heiße Gebräu aus Slide-Gitarren, pfundigen Hooks, strammen Rhythmen und der unverkennbaren Stimme ihres Frontmannes Angry Anderson gilt bei Fans als willkommene Vollwertkost im ansonsten oftmals aus laschem Fastfood bestehenden Musik-Business.
Das die Jungs hart im nehmen sind zeigen vor allen die persönlichen Rückschläge in der jüngsten Vergangenheit und so ist "Blood Brothers" auch als Tribut an ihre verstorbenen Bandmitglieder Peter Wells und Ian Rilen zu verstehen. Leider sind die Zeichen der Zeit auch nicht spurlos an der Truppe vorbeigegangen, schließlich liegen zwischen dem was Rose Tattoo damals so legendär und angsteinflößend machte und dem "Jetzt" schlappe 25 Jahre.
"Blood Brothers" ist zweifelsohne ein gutes Album geworden, was bei den schwachen Vorgängern "25 To Life" (2000) und "Pain" (2002) allerdings auch nicht allzu schwierig war. Es ist aber auch weit von Klassikern wie der Debut-LP und dem brillianten Zweitwerk "Assault & Battery" entfernt, da die einstigen Bad Boys hier für meinen Geschmack viel zu brav rüberkommen (vielleicht sollten sie sich mal wieder ihre eigenen Klassiker von damals anhören, remember: "Nice boys Don´t play Rock `n´Roll").
Klar, die Jungs werden auch nicht jünger. Trotzdem, für Lieberhaber des klassichen Aussi-Rocks a la AC/DC durchaus empfehlenswert. Live sind Angry Anderson & Co. allerdings nach wie vor eine Bank, wovon man sich auf der anstehenden Tour durchaus überzeugen sollte.
0 Kommentare