F.Braun schrieb am 16.06.2007 13:52 Uhr - Kommentare: 0
Die Turboneger sind zurück! Nach der schwarzen Trilogy (angefangen mit der Jahrhundertplatte "Apocalypse Dudes", über das äußerst schwache "Scandinavian Leather" bis zum kontrovers diskutierten "Party Animals" Album) sind die Schweinerocker aus Norwegen nun mit einem neuem Album am Start.
Um es kurz zu machen – „Retox“ ist definitiv keine Superplatte, aber dennoch ein überdurchschnittliches Werk, was einfach daran liegt, dass sich die Band an sich selbst messen lassen muss.
Der ein oder andere Turbo-Hit ist hier nach wie vor zu finden,
schließlich verstehen es die Denim Demons perfekt in 30 Jahren
Rockmusik zu wildern.
Aber neben einigen Durchhängern ist „Retox“ mir persönlich einfach zu glatt geworden. Man ist endgültig beim polierten, aufgemotzten
Stadionrock angekommen, die nihilistischen Punkeinflüsse (wofür die
Band sich durch Klassiker wie „Ass Cobra“, „Apocalypse Dudes“
einst unsterblich machte) spiegeln sich nur noch bedingt, vor
allem aber in den nach wie vor kaputten Texten von Hank, wieder („Too much ass can destroy a man“).
"Retox" ist eine gelungene Partyplatte, zu der man problemlos mit seinen „Dudes“ die ein oder andere Kiste Bier leeren kann, aber die glorreichen Zeiten von brennenden Assrockets zu „I Got Erection“ vor 100 Leuten in schmierigen Jugendzentren (und ohne Denim-Jackenzombies mit „Turbojugend Kattenfenne“ hinten drauf) sind einfach vorbei... Doch wie wir ja alle wissen lautet seit der Reunion das Bandmotto: „We’re only in it for the money“.
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