F.Braun schrieb am 08.05.2007 12:35 Uhr - Kommentare: 0
Mitte der 70er Jahre brach in den Straßen von New York und London eine Revolution aus, die alle folgenden Generationen ihrer Jugendkultur beeinflussen sollte: die Punk-Bewegung.
Punk definierte Mode und Musik neu, war gegen das Establishment und stand für eine unabhängige und liberale Einstellung. Punk inspirierte eine ganze Generation von Filmemachern, Dichtern, Fotografen, Modedesignern und Grafikern.
Nach „American Hardcore“ kommt nun mit „Punk: Attitude“ ein weiteres Zeitdokument einer wegweisenden Musikepoche auf den Markt. Macher Don Letts kann mit Fug und Recht behaupten, dass er bei der British Punk Explosion von Anfang an mit dabei war.
Der Filmemacher und DJ, der eine Schlüsselfunktion im frühen britischen Punk einnahm, sorgte schon Ende der 70er mit seinem Dokumentarstreifen „Punk Rock Movie“, einer Bestandsaufnahme des Punk im britischen Königreich, für Furore und verschaffte sich großen Respekt innerhalb der Szene.
So ist man nicht sonderlich überrascht, dass er für seinen aktuellen Flick so ziemlich jeden vor die Linse bekommen
hat, der an der Entstehung und Entwicklung der Bewegung direkt oder
indirekt beteiligt war.
Letts dokumentiert im Eiltempo den Punk von seinen Anfängen bis heute – mit historischen Liveausschnitten und Interviews. Beginnend bei Lou Reed und Velvet Underground über Iggy Pop, die Ramones bis hin zu den Teenie-Punks von Blink 182, deckt Letts fast alle Phasen dieser Bewegung ab (allerdings gibt es auch hier, wie bei „American Hardcore“, die ein oder andere Lücke).
Punk: Attitude bietet mit seinem umfangreichen Bonusmaterial einen authentischen Überblick über die Geschichte und Kultur des
Punkrocks dies und jenseits des großen Teiches und verdeutlicht, warum Punkrock mit dem was heute unter „Punkrock“ zu verstehen ist, fast gar nichts mehr gemeinsam hat - ideal für all diejenigen, die sich mal intensiver mit den Roots dieser Kulturbewegung auseinandersetzen möchten!
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