Rodriguez Interview über das Ende von I-Path Footwear: „5.000 Dollar für Street League Fahrer? Was für ein Idiot“

24. Oktober 2019   12:16  -  Johannes Gausepohl

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Die Shoecompany I-Path hatte ihren eigenen Platz in der Skateboardszene. Immer ein bisschen Low Key, aber mit diesem gewissen coolen, urbanen Style. Außerdem war I-Path die erste Skateboard Company, die Hanf als Herstellungsmaterial benutzte und auf Umweltschutz setzte.

Das Skateboardteam war einzigartig, zu den Fahrern gehörten: Aaron „Jaws“ Homoki, Adam Alfaro, Adelmo Jr., Bob Burnquist, Chitta Raj, Dale Blair, Danny Renuad, Fred Gall, Jack Sabback, Jon Newport, Karl Watson, Kenny Reed, Kris Barkley, Levi Woodal, Matt Field, Matt Pailes, Matt Rodriguez, Nate Jones, Nilton Neves, Quim Cardona, Richie Jackson, Tony Cox

Nachdem Timberland die Company gekauft hatte, wurden 2007 zahlreiche Pro Fahrer rausgeworfen (News). Einige Zeit später verkaufte Timberland die Schuhfirma an einen Investor, 2013 kam dann das Ende von I-Path Footwear.

Matt Rodriguez hat sich in einem Chrome Ball Interview zu dem Ende der Firma geäußert. Bei der Kritik hält sich Matt nicht zurück und spricht Klartext. Überraschend gut spricht er aber über Timberland!

Timberland hat tatsächlich viel für die Marke getan. Sie haben uns definitiv auf die nächste Stufe gebracht und uns in Fünf-Sterne-Silberfabriken gebracht. Die Qualität der Produkte ist deutlich besser geworden.

Sie haben uns auch überall herumgeflogen, um zu filmen, weil wir ein Video machen wollten. Bevor dieses Video veröffentlicht werden konnte, verkaufte Timberland uns aber an unseren dritten Investor. Und während wir versuchten, das Feuer am Brennen zu halten, wollte dieser dritte Investor das Video plötzlich nicht mehr rausbringen.

Mit dem dritten Investor lief es für I-Path dann nicht mehr so gut, bis das Ende kam. Dazu hat Rodriguez, der zusammen mit Matt Field und Matt Pailes den Namen erfunden hatte:

Eine Gruppe von Leuten verließ die Firma. Ich habe versucht, ein bisschen länger zu bleiben, bis er schließlich Freddy und Kenny Reed rausschmiss. Er fing an, allen im Team diese Drecksackpreise anzubieten, die eigentlich gar nichts waren, und dann nahm er das Geld, um Manny Santiago und einen anderen Street League-Fahrer für 4 oder 5 Riesen im Monat zu verpflichten? Was für ein verdammter Idiot. Er hätte das Team mit dem Geld locker behalten können.

Wir wären gerne geblieben und wären für tausend Dollar im Monat gefahren. Aber weil diese Leute in der Street League sind, denkst du, das wird helfen? Ich war fertig.

„Behalte dein verdammtes Geld, Bruder. Aber viel Glück, Du wirst es brauchen“.

Ich gebe auf. Und in weniger als zwei Monaten, später, war der Scheiss (I-Path) erledigt.

Wenn er nur auf uns gehört hätte, und das Video herausgebracht hätte, würde es I-Path möglicherweise noch geben.

Das ganze Interview und die Story über das I-Path Footwear Ende gibt es unter diesem Link.

Und hier das Video, dass der neue I-Path Besitzer nicht rausbringen wollte:

Tags: I-Path, Matt Rodriguez,

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