Design vom neuen Skatepark Bonn – Eklat beim Treffen: Alte, graue Männer wollen Skatepark verhindern!

16. Juni 2017   16:55  -  J.Gausepohl

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In Bonn soll ein neuer Skatepark entstehen. Und dank des Skateboardvereins sind die Pläne für den Park fertig. Die Politik hat zugestimmt, die beteiligten Ämter haben keine Probleme mit dem Skatepark. Aber da sind dann noch die überwiegend alten, grauen Männer, die an Ewiggestriges festhalten wollen. Der Verkehrsverein könnte den Skatepark verhindern. Die Männer des Vereins scheinen noch eine offene Rechnung mit der Stadt Bonn und den Politikern zu haben!

Aber lest am besten in den Worten des Vereins, was da beim Treffen ablief:

Nachdem wir gestern unser neues Konzept des Skateparks der Verwaltung, Beueler Lokalpolitikern und den Bürgervereinen vorgestellt haben, möchten wir dieses nun endlich auch Euch präsentieren. Leider war es für uns alles andere als ein angenehmer Termin, aber dazu später mehr…

Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten des neuen Geländes haben wir unser Konzept komplett überarbeitet und angepasst. Im Vergleich zur Tartanbahn neben der Halfpipe, bietet das viermal so große Gelände der Verkehrsschule mit bereits vorhandenen versiegelten Flächen und inklusive der Räumlichkeiten ein wesentlich größeres Potential um Vision von einem Skatepark in Bonn umzusetzen.
Unsere Definition eines Skateparks war immer klar: Es soll ein Ort für alle und im Grünen sein! Auch wir lieben die Bonner Rheinauen und möchten diese auf gar keinen Fall „zubetonieren“. Deshalb beinhaltet unser Konzept vor allem auch die größtmögliche Weiternutzung der Flächen und Gebäude.

Gemeinsam mit der Stadt Bonn und dem Planungsbüro Lndskt haben wir dieses Konzept entwickelt. Aufgrund der grösseren Fläche möchten wir nun auch weitere Disziplinen mit einbeziehen. So planen wir z. B. auch zusätzlich eine Bowllandschaft sowie einen Pumptrack in einem 3-Schritte Plan umzusetzen. Der Fokus liegt klar auf dem Thema „Street“, da eine solche Fläche für Skateboarder und Rollsportbegeisterte in Bonn bisher nicht vorhanden ist. Wir möchten dabei alle wichtigen Elemente einfliessen lassen, die so wohl Beginner als auch Fortgeschrittene nutzen und erlernen können. Es soll ein top-moderner Skatepark mit hoher Aufenthaltsqualität geschaffen werden, der durch die Einbindung von Bäumen und Grünfläche einen einzigartigen Charakter und Alleinstellungsmerkmal bekommen soll. In den Räumlichkeiten soll ein Zentrum für Jugendkultur und Skateboarding entstehen. Es soll den SuBCulture Bonn e.V. und das SkateCollege beheimaten.

Wie bereits eingangs erwähnt war es kein leichter Termin für uns. Die Stimmung der Anwesenden war von Anfang an äußerst schlecht und wir hatten große Mühe die Präsentation ohne Störungen bis zum Ende vorzutragen. Die vorwiegend älteren Herren der ansässigen Bürgervereine – vor allem der Bürgerverein LiKüRa – haben diesen Termin anscheinend nur als Gelegenheit genutzt um ihrem Unmut gegenüber der Stadt Bonn Luft zu verschaffen, da sie mit der politischen Vorgehensweise nicht einverstanden sind. Und damit verhindern sie so hier eine junge, innovative Idee! Sie stürzen sich hilflos und von der Politik enttäuscht, in altbekanntes. „Es soll alles werden wie früher“, so lautet die erklärte Vision der Vereinsvertreter. Das eine Verkehrsschule ein veraltetes Konzept ist, welches schon lange überarbeitet wurde und dementsprechend auch längst von der Politik nicht mehr gefördert wird (z.B. keine Kostenübernahme mehr für die Busfahrten von der Schule zur Verkehrsübungsplatz) wurde im Eifer den Skatepark zu verhindern nicht wahrgenommen. Im Beisein von allen erklärte ein Experte des ADFC, Kindern Verkehrssicherheit auf fremden Fahrrädern in einer konstruierterten Umgebung beizubringen sei schon lange kein sinnvolles Konzept mehr. Darüberhinaus ist der ADFC von der Übernahme des Geländes aus verschiedenen Gründen bereits im November 2016 zurückgetreten. Nichtsdestotrotz halten die Bürgervereine daran fest, denn nichts scheint für sie schlimmer zu sein als Veränderung und Fortschritt.

Im Konkreten fühlen sie sich von der Verwaltung übergangen bzw. nicht gehört und nutzen nun unser Projekt um diesen Kampf mit der Stadt Bonn auszutragen. Vorgeschoben wird dabei die Wiedereröffnung der Jugendverkehrsschule Bonn, da hierfür angeblich ein großer Bedarf besteht. Das Gelände solle dann wieder dem ADFC übertragen werden. Allerdings gibt es hierzu überhaupt kein konkretes Konzept.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs hat der ADFC allerdings bestätigt, dass das Gelände sowie die Infrastruktur nicht nutzbar seien, da der substanzielle Zustand dafür nicht geeignet ist. Hinzu kommen strukturelle Anforderungen, sowie personelle und finanzielle Mittel, die der ADFC in diesem Umfang nicht stemmen kann. Last but not least haben wir erfahren, dass auch eine gastronomische, also wirtschaftliche Nutzung der Gebäude im Raum stehe.

Es ist wirklich mehr als traurig, dass unser Projekt nun unter einem Kommunikationsproblem zwischen der Verwaltung und den Bürgervereinen leiden muss und als Bühne für diesen Grabenkampf ausgenutzt wurde. Trotz politischer Beschlüsse für einen Skatepark durch die Ämter der Stadt Bonn (Sport- und Bäderamt, Jugendamt, Grünflächenamt und Kulturamt) können die Bürgervereine unser Vorhaben an diesem Standort stoppen. Daher brauchen wir auch Eure Unterstützung! Bitte geht uns ein „Like“ und teilt den Beitrag damit alle sehen wie groß das Interesse an Jugendkultur in Bonn und einem Projekt mit einer Zukunft ist! Vor allem aber um zu zeigen das wir „keine kleine Interessensgruppe“ sind!

Wir hoffen Euch gefällt unser Vorhaben und würden uns freuen, wenn wir heute noch einmal Aufklärung leisten und etwaige Ängste oder Befürchtungen aus der Welt räumen konnten. Gerne stehen wir auch weiterhin für Fragen und Gespräche bereit!

Euer Team Beton für Bonn.“

 

 

 

Tags: Bonn, Skatepark,

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