Skateboarding bei Olympia: Skateboard Kommission legt Widerspruch gegen Entmachtung von Jürgen Kuhn ein – Widerspricht DRIV Präsidium

27. Februar 2020   00:01  -  Johannes Gausepohl

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In Sachen „Skateboarding bei Olympia“ gibt es eine Reaktion auf die Entscheidung des DRIV Präsidiums (News). Auf die Entmachtung des 1. Vorsitzenden Hans Jürgen „Cola“ Kuhn legt die Sportkommission Skateboard Einspruch ein!

Das Absetzen soll nicht richtig gewesen sein. Auch sonst bewertet und sieht man die Meinungen und Äußerungen des DRIV Präsidiums anders …

Zum berichteten Konflikt zwischen der Sportkommission Skateboard (SKSB) und dem geschäftsführenden Präsidium des DRIV bezüglich der weiteren Planungen zur Olympiaqualifikation Skateboard wird folgendes mitgeteilt:

  1. Anders als berichtet geht es bei dem Konflikt um Deutsche Park und Street Meisterschaften nicht darum, dass die SKSB sich weigert diese noch bis Ende April 2020 in Deutschland durchzuführen, sondern das wir nach gründlicher Prüfung zu dem Ergebnis gekommen sind, dass sich diese beiden Meisterschaften in Übereinstimmungen mit den Vorgaben von World Skate nicht durchführen lassen: Es gibt keine Indoor-Parks für die Disziplin Park, es gibt keine Finanzierung und auch keine personelle Kapazität dies zu realisieren. Aufgrund von Betrügereien in der ersten Season bei der Durchführung von Nationalen Meisterschaften in einigen Ländern, hat World Skate mit Schreiben vom 13. Januar verschärfte Auflagen verkündet und behält sich eine Prüfung eingereichter Locations mit einer 4 Wochenfrist selbst vor. Dies wurde mit großem Bedauern auch allen Kaderathleten schriftlich am 4. Februar begründet (Dokument als download)Bisher nicht belegt ist auch die Information, dass die Bundesregierung oder das Bundesinnenministerium sich mit der Frage beschäftigt haben oder gar eine Drohung des Entzugs von Fördergeldern ausgesprochen haben.
  2. Das geschäftsführende DRIV-Präsidium hat diese Beschlusslage der SKSB nicht akzeptiert und am 5.2. mitgeteilt, dass sie den Vorsitzenden der SK suspendiert und nunmehr plant selbst noch im April zwei Deutsche Meisterschaften zu organisieren.
    Die SKSB hat gegen die Absetzung des Vorsitzenden protestiert und die sofortige Rücknahme dieser satzungswidrigen Entscheidung verlangt. Die Forderung wurde von 11 der insgesamt 15 Landesfachwarten unterstützt, vier Landesfachwarte haben sich enthalten.Am 11. Februar teilte das geschäftsführende Präsidium dann schriftlich mit, dass es keine Möglichkeit mehr sieht, eine DM Street und Park im Olympiaqualifikationszeitraum auszurichten. Die offizielle Street DM kann daher wie längst geplant im August im Rahmen der Skateweek 2020 in Köln stattfinden. An der von der SKSB geplanten Deutschen Parkmeisterschaft am 6. und 7. Juni in Düsseldorf im Rahmen der Finals könne ebenfalls weiter geplant werden.
  3. Im Rahmen einer Steuerungsgruppensitzung für die Finals in Düsseldorf erklärt der Sportdirektor des DRIV ohne jede vorherige Rücksprache mit der SKSB, dass der Verband am 6./7.6. keine offizielle Park DM durchführen wird. Bis heute wurde uns keine schriftliche Begründung gegeben, warum diese von der SKSB geplante DM abgesagt wurde.
  1. Am 18. Februar erklärt der Präsident des DRIV sowie der Vizepräsident des DRIV für Finanzen seinen sofortigen Rücktritt als Präsident des Verbandes. Unter anderem übernimmt er „… mit dem heutigen Rücktritt die Verantwortung für die entstandene Situation und mache den Weg frei für einen Neuanfang.“
  2. Mit 11 von 15 Landesfachwarten unterstützt die SKSB den Antrag, sich mit einem anwaltlichen Schreiben an das Verbandsgericht zu wenden und die Rücknahme der Suspendierung des SK Vorsitzenden zu fordern.
  3. Der DRIV wird am 26. April zu einer außerordentlichen Mitgliederversammlung zusammenkommen und Neuwahlen durchführen sowie die Gesamtsituation Skateboard erörtern.

Tags: DRIV, Olympia, Skateboarding bei Olympia,

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